sesam_client_auf_einem_synology_nas

Sesam Client auf einem Synology NAS

Hat man ein Synology-NAS-System mit einem Atom oder anderen Intel Prozessor so kann man dort des Sesam Client installieren. Perfekt als Backup-Target mit dem Remote-Device-Server RDS.

Auf den aktuellen Systemen (03/2015) geht es am besten so:

cat /proc/cpuinfo | grep "model name"

Ist es ein Intel, kann es weiter gehen.

Es hat sich bewährt für den Sesam-Datastore ein Volume > 1 vorzusehen und dort NUR Sesam-Backups zu halten, da der Sesam sonst mit der Berechnung des verfügbaren Platzes durcheinander kommt. Grösser 1, da die Optware immer im Volume 1 installiert wird und somit auch wieder dessen Füllstand beeinträchtigt. Leider lässt Synology Volumes nur in 1 GB Schirtten anlegen. Ich lege immer volume 1 mit 1 GB für Optware, Volume 2 für den Sesam und andre Volumes für andere Zwecke an.

Siehe: http://www.synology-wiki.de/index.php/IPKG

Das sorgt für eine vorgefertigte Verzeichnisstruktur unter /opt die nützlich ist.

Hier: http://download.sep.de/linux/other/i386/glibc24/ (64bit und andere glibc-Versionen haben nicht funktioniert) den passenden aussuchen und je nach Anwendungszweck „sesam-cli“ (Client) oder „sesam-rts“ (Remote-Device-Server mit Client) herunterladen.

Um Fehlern vorzubeugen zunächst /etc/init.d anlegen, falls es nicht existiert, da es auf einer Synology manchmal nicht existiert aber das Sesam Setup es voraussetzt:

mkdir /etc/init.d

Sesam auspacken und Setup starten:

BACKUP02> tar xfz sesam-rts-4.2.1.23-linux_i586.tgz 
BACKUP02> cd sesam_rts_4.2.1.23/
BACKUP02> ./sm_setup 
Found 1 valid archive(s): 'linux_rts.4.2.1.23.tgz,'.
What do you want to install? (tapeserver,client)
tapeserver
Mode: 'tapeserver'
In which directory do you want to install (If not existing it will be created): 
/opt/sesam
To which SEPsesam server should be connected?
sesam
Got no IP address from sesam
Warning: Got 'sesam' as name but didn't find an IP.
GUI is included for type 'make_rds'
Newest kit 'linux_rts.4.2.1.23.tgz' will be used.
Starting installation 'make_rds' 'sesam' in dir '/opt/sesam'
Got no IP address from sesam
set into: gv_rw_info=/opt/sesam/var/work/info/
set into: gv_rw_ini_stpd=/opt/sesam/var/ini/stpd_conf/
/opt/sesam/var/ini/stpd_conf/
...
...
...

Jetzt sollte sich schon das Profile sourcen lassen:

. /opt/sesam/var/ini/sesam2000.profile

Und der Sesam Status abfragbar sein:

BACKUP02> sm_main status
2015-03-05 20:08:44: sm_main[16875] started
2015-03-05 20:08:44: Arguments: sm_main status
2015-03-05 20:08:44: qm         [  2998]: online
2015-03-05 20:08:44: db                 : unused
2015-03-05 20:08:45: Found job:   2    passd                 1                   1911   19:14 2015-03-05

2015-03-05 20:08:45: passd      [  1911]: online
2015-03-05 20:08:45: Found job:   3    sms                   1                   1924   19:14 2015-03-05

2015-03-05 20:08:45: sms        [  1924]: online
2015-03-05 20:08:45: Found job:   4    stpd                  1                   1952   19:14 2015-03-05

2015-03-05 20:08:45: stpd       [  1952]: online
2015-03-05 20:08:45: Found job:   5    ctrl                  1                   1966   19:14 2015-03-05

2015-03-05 20:08:45: ctrl       [  1966]: online
2015-03-05 20:08:45: sepuler            : unused
2015-03-05 20:08:45: rmi                : unused
STATUS=SUCCESS MSG=All deamons online

Damit das so bleibt sind ein paar Anpassungen nötig. Zum Einen für den Start:

cd /opt/etc/init.d/
mv /etc/init.s/sesam .
ln -s sesam S10sesam
ln -s sesam K10sesam

und zum Anderen für das Inifile, da es alle möglichen Scripte unter /etc erwarten:

cd /opt/etc
mv /etc/sesam2000.ini .

Jetzt noch die Zeile

ln -s /opt/etc/sesam2000.ini /etc

an den Anfang (… nicht in die 1. Zeile …) des Init-Scripts /opt/etc/init.d/sesam

Um auf per USB angeschlossene Platten zuzugreifen muss man ein paar Tricks anwenden, da der Sesam nicht ohne „udevadm“ auskommt aber die Synology kein UDEV und somit auch kein „udevadm“ hat. Glücklicher weise bleibt auch bei einem Plattenwechsel das Device gleich. Folgendes Sctipt liefert dem Sesam die Daten, die er (vermeintlich … ich halte es für unnötig) braucht:

#!/bin/sh

ls -l $4 2>&1 | grep "^brw" >/dev/null
if [ $? -eq 0 ]; then
	echo "P: $4"
	echo "N: `echo $4 | tr "/" "\n" | tail -n1`"
	echo "E: DEVNAME=$4"
	echo "E: DEVPATH=$4"
	echo "E: DEVTYPE=partition"
	echo "E: ID_BUS=usb"
	echo "E: ID_FS_TYPE=ext4"
	echo "E: ID_FS_USAGE=filesystem"
        exit 0
else
        echo "device node not found"
        exit 1
fi

Es hat sich ausserdem bewährt „mount“ und „umount“ zu verlinken:

cd /opt/sesam/bin/sesam/
ln -s /usr/sbin/mount .
ln -s /usr/sbin/umount .
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  • Zuletzt geändert: 2017/03/17 11:37
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